Wolkenkratzen und Bärenhunger

Vom Aire de Camping Car in Clermond-Ferrad brechen wir früh nach einer ungestörten Nacht auf.

Mich locken die erloschenen Vulkankegel. Zumindest einer ist in der Nähe, knappe 30 km und man kann mit einer Zahnradbahn hinauf fahren. Der Puy de Dôme. Gut für meine Knie. Die Zahnradbahn öffnet um 8:45 Uhr. Wir sind viel zu früh da und haben noch 40 Minuten Zeit. Also Gassirunde, ein Ort finden zum Pippi machen (nicht nur Collin) und dann geht es auch langsam in Richtung Seilbahn. Die Angestellte der Seilbahn weist mich darauf hin, dass wir viele Wolken haben und man eventuell nicht viel sehen kann. Wir wollen trotzdem nach oben. Dort ist dann erstmal dichter Nebel. Wir stehen mitten in den Wolken. Mit uns sind einige Gleitschirm-Flieger hochgekommen, die werden jetzt zweieinhalb Stunden warten bis ein kleines Stück blauer Himmel frei ist. Und dann ist alles plötzlich voller bunter Flieger. Erstaunlicherweise ist als erstes über der meterologischen Station ein wolkenfreier Fleck.

Jetzt sollten wir aber wirklich ernsthaft Richtung Norden. Da liegt die Dijon gut erreichbar auf dem Weg. Lyon nicht. Aber wir fahren trotzdem dorthin, zum Teil, weil ich neugierig bin zum Teil, weil Google heute irgendwie seltsame Wege vorschlägt. Lyon hat nur 520.000 Einwohner, im Metropol-Gebiet aber noch einmal anderthalb Millionen. Das merke ich schnell. Das erste Mal richtig Stau. Straßen, Brücken, Tunnel wohin man schaut, ein kurzer Abstecher in die Altstadt, die imposante Kathedrale anschauen, danach nichts wie wieder weg.

Nach Dijon nehme ich heute mal die Autobahn. Schnell, schnurgerade und schön leer. Gerade richtig nach dem Gewusel gerade eben. Ich bekomme einen schönen schattigen Platz auf dem kommunalen Campingplatz. Kostet mich mit Strom 21,90, geht. Die Dame von der Rezeption ist sehr freundlich, als ich nach einem Restaurant frage und gibt mir einen DinA3 Plan der Altstadt. Es klingt so, als müsste man nur 5 Minuten gehen. Aber vielleicht hat sie 5 Minuten fahren gemeint, denn Collin und ich brauchen über eine halbe Stunde bis in die Altstadt sind es fast 2 km. Da bin ich dann schon richtig hungrig. Auf dem Platz Emil Zola, Steht Tisch am Tisch. Die nette Bedienung bringt sofort Wasser für den Hund und auch ich kann endlich sitzen und etwas essen. Um mir die 2 km Rückweg zu ersparen, will ich mit dem Bus fahren. Nach 15 Minuten Wartezeit kommt der richtige Bus. Doch der Busfahrer erklärt mir, dass in Dijon Hunde nicht im Bus mitfahren dürfen, nicht sehr hundefreundlich die Stadt. 🧐 Es täte ihm leid, aber es ist nun mal so. Hilft nichts, wir laufen zurück. Langsam, es ist ja egal wann wir ankommen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen